Mini on Monday #12 [Heiligenhafen]

Werbung bei Facebook wirkt tatsächlich. Als ich vor ein paar Wochen auf der Suche nach einem schönen Hotel an der Ostsee zufällig bei Facebook die Werbung der Bretterbude gesehen hatte, wusste ich sofort: da will ich hin, ob mit Familie oder ohne. Dieses Hotel will ich mir unbedingt mal näher anschauen. Gesagt, getan. Schnell konnte ich meinen Mann und die Jungs davon überzeugen, doch mal ein paar Tage Urlaub in Heiligenhafen zu machen.


Und wir bereuen diesen Urlaub auf gar keinen Fall. Die Bretterbude ist die coolste Location ever. Auch wenn wir als Familie nicht unbedingt zur Zielgruppe, die ja eher aus jungen Skatern und Surfern besteht, gehören, hat uns das Hotel und das ganze Ambiente sehr gut gefallen. Wir sind ja auch keine gewöhnliche Familie und geben uns mit recht kleinen, aber sehr cool eingerichteten Butzen auch schnell zufrieden. Einziges Manko: wir hätten ja mit dem E-Auto anreisen können, denn im nahegelegenen Beach-Motel gibt es vier Ladeplätze und einen davon hätten wir tatsächlich benutzen dürfen, denn das Beach-Motel und die Bretterbude gehören wohl zusammen. Das nächste Mal dann. 



Im Vorfeld unseres Kurztrips hatte ich bereits ein kleines Mini Album gestaltet und dazu habe ich hauptsächlich ältere Materialien von October Afternoon verwendet. Dieser Scrapbookfirma trauere ich heute noch hinterher, die hatten einfach richtig schöne Serien im Programm. Schade, dass der Geschmack der Leute eher in Richtung Gold, Rosa, Glitzer und Einhörner geht. Ich mag es manchmal richtig rustikal und Retro geht bei mir eigentlich immer.



Die Embellishments und Papiere der Serie "Treasure Map" passen perfekt zu den Fotos, die ich in Heiligenhafen und in der Bretterbude aufgenommen habe. 



Ganz zufällig waren wir genau zu dem Zeitpunkt angereist als das Hafenfest in Heiligenhafen stattgefunden hat. Das Riesenrad sieht zwar echt klasse aus, aber in so ein Ding setze ich mich seit Göteborg nicht mehr. Damals hat es einfach zu sehr geschaukelt und dieses hier sah mir jetzt nicht besonders sicher aus, zumal hier die Kabinen offen waren. Ein Alptraum!




Und ja, natürlich hatten wir neben viel Regen auch ein paar sonnige Tage, die wir natürlich lässig am Strand liegend verbracht haben. 



Die Erlebnis-Seebrücke, die direkt aufs Meer führt, scheint ja auch neueren Datums zu sein. Jedenfalls ist diese Brücke ein echtes Erlebnis.



Es gibt für die Kids zwei kleinere (Wasser-)Spielplätze auf der Seebrücke und wenn die ganzen Helikopter-Eltern nicht gewesen wären, hätten meine Jungs auch ein bisschen mehr Spaß gehabt. Aber solche Sprüche wie "Nicht aufmachen, Junge!" können sich diese Muttis echt sparen. Echt jetzt. Die Kids sollen doch selbst rausfinden, wie was funktioniert. 



Die Bretterbude liegt direkt am Meer und von den etwas teureren Zimmern hat man bestimmt eine tolle Aussicht. Wir wollten Geld sparen und hatten eine tolle Sicht auf den Parkplatz und die Lounge draussen. Dafür aber konnten wir fast jeden Abend in unterschiedlichen Konstellationen im Strandschuppen essen gehen. Mal wollten die Kids mit, am anderen Abend hatten sie plötzlich keinen Hunger mehr und wollten lieber in ihrer Butze fernsehen. Da wir einen entspannten Urlaub haben wollten, haben wir ihnen das natürlich auch gerne mal erlaubt. Wie gesagt, wir sind keine gewöhnliche Familie und Regeln schmeissen wir auch mal über Bord. Im Sommerurlaub darf man das.



Unser Urlaub war wirklich ein kleines Abenteuer. Wir sind mit Bus, Zug und Bus angereist. Natürlich wären wir mit dem eigenen E-Auto schneller gewesen, aber ich wollte es einfach nicht riskieren, am Ende des Urlaubs ohne Strom dazustehen. Am ersten Tag hatten wir auch noch gutes Wetter, am zweiten sogar richtiges Strandwetter, aber am dritten Tag schien die Welt unterzugehen. Was macht man an solchen Tagen? Die meiste  Zeit haben wir dann unten in der Hotellobby beim Kickern und Fernsehen verbracht. In der Bretterbude ist das ja kein Problem! Da guckt auch keiner blöd.



Trotzdem wollten wir auch noch ins Städtchen rein. Pitschnass waren wir als wir vom Einkauf zurückkamen, die mitgebrachten Regenjacken haben leider nicht so gut gehalten, obwohl sie aus Norwegen sind. Nur die neue Regenjacke meines Mannes war komplett wasserdicht, aber die war ja auch nagelneu.



Am darauf folgendem Tag hatten wir wieder einigermaßen schönes Wetter. Da mein Kleiner aber leider in der Nacht Fieber bekommen hatte und der Große viel gehustet hat, sind wir nur kurz an den Strand. 



Der Strandschuppen war eigentlich immer recht voll, dort haben wir jeden Morgen ein echt leckeres Frühstück erhalten. Da war wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Sogar echtes Nutella für die Kurzen, das gibt es leider auch nicht mehr in jedem Hotel, meistens wird da eher ein günstigeres NoName-Produkt serviert.
Natürlich bekommt man in der Bretterbude sämtliche Limonaden und Colas von Fritz Kola. Ich liebe diese Firma, die von zwei jungen Burschen aus Hamburg gegründet wurde. Lokalpatriotismus lässt grüßen! Wer mit einer größeren Gruppe anreist, kann sogar eine Fritz Kola Butze mieten! Für St. Pauli Fans gibt es übrigens auch eine. Und ja, der Flammkuchen ist echt lecker, den haben wir insgesamt dreimal gegessen! Die Kids waren dann doch eher für die "Schlangengrube" zu begeistern, also Pasta mit Tomatensoße und viel Parmesan, den man aber ruhig weglassen kann, Kinder essen das ja nicht immer. 



Die kleinen Butzen sind übrigens echt nett eingerichtet, man fühlt sich sofort wie zu Hause, vorausgesetzt man steht auf Industrial Chic, also ich mag´s sehr und am liebsten würde ich meine Bude auch so einrichten. Kommt vielleicht noch.


In der Hotellobby steht dieser Wegweiser. Die Sauna habe ich nur kurz von innen gesehen, ich bin ja nicht mehr so der Saunagänger seit ich keine eigene Sauna mehr habe (in Norwegen hatten wir ja eine coole Sauna im Garten!), aber meine großen Jungs, also mein Mann und der Große wollten unbedingt die Sauna testen. Für 5 Euro pro Butze auch echt ein Schnäppchen, im Zollenspieker Fährhaus zahlt man als Hotelgast zwar nicht, aber als Tagesgast knapp 20 Euro!



Diese Häuser stehen direkt am Strand und an einem der windigen und regnerischen Tage haben wir mal einen kleinen Spaziergang gemacht. Wohnen würde ich jetzt dort nicht so gerne, aber als Ferienhaus sind diese Häuser bestimmt ganz reizend.


Der Urlaub in Heiligenhafen war auf jeden Fall ein toller Einstieg in die Sommerferien. Bald fahren wir ja noch nach Karlsruhe und dann nach Drenthe. Ich freue mich schon total. 


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