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01 September 2026

Golden Hour & Whispering Reeds: Pocket Album im Leporello-Style [Inspiration Club]

Ahoi meine liebe Meerjungfrau!
Hach, tut das gut! Der Trubel der heißen Sommertage legt sich langsam, der Wind an der Küste wird spürbar kühler und das Licht am späten Nachmittag bekommt diesen unvergleichlichen, goldenen Schimmer. Erinnerst du dich noch, dass ich im August mit dem Fahrrad die Ostsee entlanggeradelt bin? Genau bei dieser Tour, als der Wind durch das trockene Dünengras pfiff und ich abends im Hotel meine Notizen aufgeschrieben habe, ist die Idee für unser neues Club-Thema geboren.
Unser Thema im September lautet: „Golden Hour & Whispering Reeds“.
Wir widmen uns in diesem Monat einem absolut gemütlichen, interaktiven Projekt: Wir basteln ein edles Pocket Album im Leporello-Style! Die Farbwelt spiegelt den perfekten Spätsommer an der Küste wider: Warmes Senfgelb, weiches Zimtbraun, mattes Salbeigrün und die sanften Töne von getrocknetem Gras dominieren unser Werk.
Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt dir Bild für Bild, wie du aus einfachen Kraftpapier-Briefumschlägen ein charmantes Minitaschen-Album im Spätsommer-Stil bastelst. Durch unsere speziellen Techniken entsteht ein einzigartiges Scrapbook-Projekt im wunderschönen, detailverliebten Vintage-Look.
Kombiniert mit den wunderschönen Mustern aus der Simple Vintage Junk Drawer-Linie von Simple Stories entsteht ein echtes Spätsommer-Archiv, das sich beim Durchblättern anfühlt wie eine warme Decke.

Schritt-für-Schritt: Die Briefumschlag-Basis & die Struktur


  • Schritt 1: Das Taschen-Grundgerüst – So kleben und falzen wir die flachen Kraftpapier-Briefumschläge zu einer wunderbar interaktiven Ziehharmonika-Struktur (Leporello) zusammen. 



  • Schritt 2: Das Cover verstärken – Wir schneiden aus unseren liebsten Designpapieren feste Cover-Platten für das Album zu und bringen sie stabil an, damit es sich wie ein echtes Buch anfühlt. Distresse die Seiten mit Distress Oxide (Vintage Photo).



  • Schritt 3: Der warme Mustermix – Jetzt bringen wir die ruhigen und sanften Küstentöne von Simple Stories als Hintergründe auf die Seiten. Für die Taschen nutzen wir eine Kreisstanze, damit wir Halbkreise ausstanzen können. Somit lassen sich die Tags und Karten leichter herausziehen.



Mein absolutes Technik-Highlight in diesem Monat: Wir arbeiten in diesem Projekt komplett stempelfrei! Stattdessen lüften wir das Geheimnis von texturreichem, maritimem Ebenen-Layering. Wir setzen noch eins drauf, um die echte Küstenstruktur ins Album zu holen: Wir nutzen die wunderschöne „Fishing Net“ Stanze von Craft&You! Ich zeige dir in den Detailfotos, wie wir das filigrane Fischnetz aus dünnem Kraft-Cardstock in einer hellen Sandfarbe ausstanzen und als textile Ebene hinter unsere Fotos und Deko-Elemente schieben. Das verleiht den Umschlag-Seiten eine grandiose, maritime Tiefe!
Für die Dekoration zeige ich dir außerdem einen genialen Budget-Trick: Wir nehmen die flachen Aufkleber von unserem großen Collection-Stickerbogen, kleben sie auf Papierreste, schneiden sie aus und setzen sie mit etwas Foam Dots höher. Dadurch entstehen im Handumdrehen super plastische 3D-Elemente, ganz ohne teures Extrazubehör!

Die Spezial-Techniken: Fischnetz-Layering & 3D-Budget-Sticker

  • Technik-Highlight 1: Das Fischnetz auskurbeln – So nutzt du die Craft&You-Stanze mit sandfarbenem Kraft-Cardstock für einen herrlich strukturierten Strandgut-Look.




  • Technik-Highlight 2: Der Sticker-3D-Trick – Wie wir aus flachen Aufklebern und Papierresten plastische Dimensionen zaubern.



  • Technik-Highlight 3: Interaktive Verstecke – Wie die Fotos und selbstgemachten Kärtchen (Tags) exakt in die vorbereiteten Briefumschlag-Taschen gleiten.




Und für alle Vintage-Liebhaberinnen habe ich noch ein ganz besonderes, optionales Schmankerl: Wir nutzen die traumhaften „Remembering...“ Rub-On Transfers von Arden Creative Studio! Ich zeige dir in der Anleitung, wie wir diese hauchdünnen, nostalgischen Schriften und Schmetterlinge direkt auf das Papier rubbeln. Das verschmilzt so perfekt mit den Fasern, dass dein Album am Ende aussieht wie ein wertvolles Erbstück!

Das große Finale: Detail-Verzierungen & Schleifenbindung

  • Schritt 1: Layering im Junk-Drawer-Stil – So ordnest du die nostalgischen Motive und Schilder entlang des Fischnetzes an, um den perfekten Museums-Charakter zu erzeugen.




  • Schritt 2: Überschriften mit Sinn – Der clevere Trick, wie wir die Schriften und Labels der Kollektion für unsere ganz persönlichen Geschichten nutzen.



  • Schritt 3: Das fertige Meisterwerk – Die Taschen werden nun final mit deinen Erinnerungen befüllt und wir schließen unser herbstliches Spätsommer-Archiv ab.





Deine Einkaufsliste für den September

Alle Materialien habe ich wieder so ausgewählt, dass du sie ganz flexibel in den bekannten deutschen Onlineshops wie Scrapabilly oder Bastelwelt Schobes nachshoppen kannst. Du musst kein teures Abo abschließen, sondern suchst dir die Einzelteile einfach dort aus, wo du eh deine Basics kaufst!



Das perfekte Budget-Junk-Journal-Kit:
  • Simple Stories – Simple Vintage Junk Drawer: Collection Kit 12x12 (Deine perfekte All-in-One-Basis! Enthält alle 12 doppelseitigen Papiere für das Album und den riesigen Stickerbogen für deine Deko-Motive)
  • Craft&You – Stanze: Fishing Net / Fischnetz (Das absolute Textur-Highlight für deine Zwischenebenen)
  • Kraft Cardstock
Das optionale Premium-Upgrade:
  • Simple Stories – Simple Vintage Junk Drawer: Basics Kit 12x12 (Für perfekt darauf abgestimmte Unifarben im Vintage-Look)
  • Arden Creative Studio – Rub-On Transfers: Remembering... (Für den ultimativen, vintage        Look auf deinen Taschen-Seiten)
Der Alternativen-Joker:
Sollte die Serie mal vergriffen sein, kannst du für diesen gemütlichen Look auch fantastisch auf herbstliche Kollektionen von Arden Creative Studio, Carta Bella oder Echo Park ausweichen!
Die kleinen Extras aus deinem Fundus (Kostenlos!):
  • Eine Handvoll flache Briefumschläge aus Kraftpapier (Die Basis für unsere Ziehharmonika-Taschenstruktur).
  • Distress Oxide (Vintage Photo) von Ranger 

Mach mit und fange die Erinnerungen ein!

Schnapp dir deine Fotos von den letzten lauen Spätsommer-Abenden, Bilder von deiner Ostsee-Tour oder einfach Schnappschüsse von deinem liebsten Spaziergang am Strand und lass uns dieses gemütliche Album gestalten!
Wenn du dein Werk auf Instagram teilst, nutze unbedingt unseren Club-Hashtag #thescrappymermaid_whisperingreeds und verlinke mich @thescrappymermaid. Und falls dein Profil privat ist, du mir dein Werk aber trotzdem zeigen möchtest, schicke mir dein Foto super gerne ganz unkompliziert per Privatnachricht (PN) direkt auf Instagram. Ich freue mich riesig auf dein Pocket-Album!
Lass uns gemeinsam gegen den Strom schwimmen!
Alles Liebe,
Deine Scrappy Mermaid
P.S. Ein kleiner Blick hinter die Kulissen: Weil meine Finger diesen Monat vom vielen Falten, Reißen und Kleben ganz beansprucht sind, hat mir eine KI dabei geholfen, meine Notizen von der Ostsee-Tour in diese Blog-Form zu gießen. So bleibt mir einfach mehr Zeit für das, was wir am meisten lieben: pures Scrappen!

30 September 2024

Mini on Monday #33 [Mercedes Benz]

Es ist schon ca. 3,5 Jahre her, dass ich dir ein Mini am Montag gezeigt habe. Oha, so schnell vergeht die Zeit, aber irgendwie habe ich dieses Jahr dank des Scrapbook Treff Forums fast nur Scrapbook Layouts und keine Minis hergestellt und die Jahre davor muss ich die wohl auch komplett aus den Augen verloren haben. Dabei gab es wirklich mal eine Zeit, wo ich ganz viele hergestellt habe. Naja, ich hatte auch Zeiten, da habe ich nur genäht und nicht gescrappt. 


Achja, ich mag halt vieles gleichzeitig machen, ist das so bei neurodivergenten Menschen? Muss ja wohl, denn andere machen eine Sache nach der anderen und lesen z.B. auch keine 5 Bücher gleichzeitig so wie ich. LOL 


Ich habe einfach zu viele Interessen. Neulich habe ich mir ein Bastelset für Boho Armbänder bestellt. Ich pinne die ja immer ganz fleissig, aber habe noch nie wirklich eins hergestellt. Das muss sich ändern, oder? Und die Jeansjacke, die ich mal auf dem Rücken mit einem Bild von Frida Kahlo besticken wollte, trage ich zwar, aber bestickt ist sie immer noch nicht. In den Herbstferien vielleicht. Garn und eine tolle Idee habe ich ja.


So, nun aber zum Mini Book. Dieses habe ich vorgestern auf dem Scheunen Crop in Worpswede hergestellt. Genauer gesagt, habe ich den Rohling für das Mini hergestellt. Mangels Papier, Fotos und Gedöns habe ich es erst gestern daheim fertig gescrappt. Nächstes Mal weiß ich es besser und werde meine eigenen Materialien zur Fertigstellung der Projekte mitbringen.


Wie du vielleicht schon geahnt hast, bin ich nicht der Clean and Simple Scrapper. Ich mag es bunt und mit viel Embellishments. Das Album war im Rohzustand ganz nett, aber so mit den bunten Designerpapieren verschiedener Hersteller sieht es noch viel cooler aus. Die Papiere habe ich natürlich passend zum Thema gewählt.



Das Band ist aus der Restekiste, ich hatte ja mal ein My Little Box-Abo und da gab es immer ein schickes Band dazu. Dieses hier passt einfach von der Farbe her gut zum Album. Was Besseres habe ich einfach nicht gefunden. Ich wollte aber auch nicht so in der Kiste wühlen. Reines Upcycling also. Man muss nicht alles neu und schick haben, so geht es auch!


Wer das Mercedes Benz Museum in Stuttgart kennt, erkennt vielleicht einiges aus dem Museum. Das Gebäude an sich ist natürlich bereits ein echter Hingucker. Ich hatte nicht gedacht, dass es schon mind. 10 Jahre alt ist. Oder sogar älter? Naja, jedenfalls ist es ein tolles Gebäude und von innen noch sensationeller als von außen.


Der Lift sieht ja schon sehr stylish und futuristisch aus. Ich musste da sofort an die Serie Futurama denken. Es war schon ein Erlebnis mit diesem Lift in die oberste Etage zu fahren. Leon und ich jedenfalls fanden das sehr aufregend.



Ganz oben stehen die ganzen alten Autos von Mercedes Benz. Die sehen natürlich fast noch aus wie Kutschen. Bequem Reisen so im Freien war natürlich nur einer bestimmten Gesellschaftschicht vorbehalten. 




Wenn man oben im Museum anfängt, läuft man spiralförmig nach unten. Man muss keine Treppen steigen oder heruntergehen. Auf den ganzen Etagen befinden sich natürlich zahlreiche alte und neue Autos. Und nebenbei wird einem die Geschichte in Bildern der Firma erzählt. Immer in einem gesamtgeschichtlichen Kontext. Das hat mir gut gefallen.



Es gibt natürlich nicht nur Autos und Fahrzeuge zu sehen, sondern auch alte Tankstellen. Die mittlere auf dem Foto sieht ja schon fast aus wie eine Ladesäule. Lustig.


Das Auto auf der linken Seite hat der Rapper Crow gestalten dürfen. Okay, das Ganze sieht aus wie ein Bild von Basquiat, oder? Auf jeden Fall eine coole Marketing-Idee! Die Rennautos sind schon sehr beeindruckend. Leon und ich haben uns übrigens gefragt, wie die ganzen Autos in die oberen Stockwerke gekommen sind. Er meint, entweder mit einem Kran oder einem Fahrstuhl. Das wird wohl ein Geheimnis blieben.


Dieser Bus auf dem linken Foto hat mir gut gefallen. Von vorne ein echter Hingucker.
Das Mini kommt jetzt zu den anderen Minis im Schrank und ich hoffe, dass es nicht das letzte Mini für eine ganz lange Zeit sein wird. Ende Oktober ist Halloween und ich habe vor, in der Klasse eine Halloweenparty vor den Herbstferien mit viel Deko und Buffet zu organisieren. Vielleicht fotografiere ich die ganze Deko und die Naschereien und mache daraus ein weiteres Mini. 







05 März 2023

Mini Book [Bergedorf]

Mehr als 3 Jahre ist es her, dass ich an einem Scrapbook Crop teilgenommen habe. Vorletztes Wochenende war es dann endlich soweit. Im schönen Hotel "Waldesruh am See" fand der erste Crop in Aumühle statt. Aumühle liegt im Sachsenwald und ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel hier in der Gegend. Ich war schon oft dort und das Hotel kannte ich vom Sehen. Es ist wirklich ein schönes, nobles Hotel direkt am See.

Dieses Mal durfte ich endlich mal Einblick in das schöne Hotel und dessen Räumlichkeiten erhalten. Es gibt verschiedene Räume und man kann dort sehr gut essen. Ich habe dort nicht übernachtet, da ich keine 20 km entfernt wohne. 

Der Crop wurde von Nicole von "Der Scrapbook Laden" organisiert und Mel von Kreativsüchtig hat am Samstag einen wunderbaren Mini Book Workshop gegeben.

Das Ergebnis des Mini Book Workshops möchte ich dir jetzt hier zeigen.

Die Fotos für das Mini Book sind im Bezirk Bergedorf entstanden, teilweise in der Innenstadt, teilweise hier bei uns in Vier- und Marschlanden. Viele Orte, die ich im Mini Book zeige, kann man mit dem Rad gut erreichen, daher gibt es auf der Titelseite ein schickes Rad!




Es gibt zahlreiche Cafés und Hotels im Bezirk Bergedorf. Mein absolutes Lieblingscafé ist und bleibt das Café Bouquet. Es ist sehr klein, im Winter und wenn das Wetter nicht so schön warm ist, haben nur ca. 10 Leute Platz. Im Sommer kann man schön draussen sitzen und den Leuten beim Flanieren zuschauen. Dort gibt es die leckersten Macarons. Früher gab es noch diese oberleckeren Zitronentörtchen, die ich hier auf dem Blog schon oft gezeigt habe, aber die sind wohl in der Herstellung sehr aufwändig und daher werden sie leidder nicht mehr angeboten! Der Kaffee ist wirklich ein Traum!





Mein zweites Lieblingscafé ist "In aller Munde" direkt an der Bille. "In aller Munde" ist ebenfalls sehr klein, man kann dort aber sehr schön sowohl drinnen als auch im Sommer draussen sitzen. Es gibt eine kleine Auswahl an Tagesgerichten und vielen leckeren Torten, Macarons und Cupcakes! Der Betreiber besitzt auch noch ein Restaurant mit dem gleichen Namen im Bergedorfer Schloss. Im Rahmen einer Reportage beim NDR wurde sogar über das Restaurant berichtet.







Das Zollenspieker Fährhaus ist nicht mehr aus Vier- und Marschlanden wegzudenken. Es ist sowohl ein Vier-Sterne-Hotel mit Bar und Spa-Bereich als auch ein Veranstaltungsort mit Sälen, Konferenzräumen und einigen Restaurants. Das Pegelhäuschen befindet sich ebenfalls auf dem Gelände des Zollenspieker Fährhauses und kann nur 2 Gäste beherbergen. Zu speziellen Anlässen kann man es inklusive Dinner mieten.
Mein Mann und ich haben letztes Wochenende im Zollenspieker Fährhaus übernachtet während mein Großer zu Hause seinen 18. Geburtstag mit Freunden nachgefeiert hat. Der Spa-Bereich mit verschiedenen Saunen ist sehenswert und die Kaminbar ist auch ganz toll. 




Die Sonnenuntergänge am Zollenspieker Fährhaus sind bei schönem Wetter legendär. Das Frühstück übrigens auch, so lecker haben mein Mann und ich noch nie in einem Hotel gefrühstückt! Man muss dazu sagen, dass es leider auch nicht günstig war. Aber alles war frisch: die Brötchen, die Säfte, das Birchermüsli etc. man merkt schon, dass es sich um ein Vier-Sterne-Hotel handelt.







Mein drittes Lieblinsgcafé hier in der Gegend ist das Café Molina in der Riepenburger Mühle. Diese wunderschöne Mühle ist nicht so weit von unserem Wohnort entfernt. Man braucht keine 15 Minuten mit dem Rad und im Sommer fahren wir gerne mit der ganzen Familie dort hin. Als wir letztes Wochenende dort waren, war das Café geschlossen. Es macht nämlich erst im März auf und ist auch immer nur dann an den Wochenenden geöffnet. Die Torten und Kuchen sind sehr edel und schmecken himmlisch! Man kann dort auch gut frühstücken.





Ein weiteres Café, welches ich gerne mit meinem Mann besuche, ist das Schmidt&Schmidtchen in Bergedorf. Es ist ebenfalls sehr klein und hat nur für ca. 8 Personen Platz. Im Sommer kann man schön draussen sitzen und auf die Bille schauen.
Das Café hat viele Kuchenspezialitäten, die man in anderen Cafés nicht erhalten kann. Der Kaffee ist gewöhnungsbedürftig, da er sehr stark ist. Aber er schmeckt mit viel aufgeschäumter Milch sehr gut und ist auch bekömmlich!





Die Herstellung des Mini Books hat mir sehr viel Spaß gemacht und es werden garantiert noch weitere folgen. Graupappe und Buchleinen liegen hier schon bereit.



04 Januar 2021

Mini On Monday #32 [We´re in this together]

[Werbung, selbstbezahlt] Heute zeige ich dir mein neuestes Mini Book. Es ist eigentlich ein Travelers Notebook, aber verreist sind wir nicht. Ganz im Gegenteil, wir waren während des ersten harten Lockdowns Anfang März/April 2020 natürlich wie so viele andere daheim. #stayhome und #flattenthecurve waren die beiden Hashtags, die durch die Medien gingen. Von einem auf dem anderen Tag stand die Welt still, alles bis auf wenige Geschäfte wurde heruntergefahren, die Schulen wurden geschlossen, viele mussten ins Home Office wie das in Deutschland so schön heißt! Das war für uns alle natürlich eine total ungewohnte Situation, auch für mich und meine kleine Familie. Plötzlich musste ich von zu Hause aus arbeiten und meine Kids waren im Homeschooling. Das verlief anfangs natürlich komplett chaotisch, denn auf Homeschooling oder Distanzlernen war Deutschland so gar nicht vorbereitet. Die Digitalisierung war für die meisten Schulen ein Fremdwort.





In dieser Zeit habe ich recht viel fotografiert, ich habe dieses ver-rückte Leben auf Instagram festgehalten. Einige der Fotos sind nun in meinem kleinen Mini Book gelandet. Die Zeit will ich gar nicht missen, ich habe viele glückliche Momente erlebt und ich habe die viele freie Zeit, die ich hatte auch kreativ genutzt. Ich habe unglaublich viele Karte hergestellt und das war für mich wie eine Art Therapie. Natürlich hatte ich Ängste, anfangs sogar viel mehr als jetzt. Ich konnte nachts kaum schlafen, habe mir viele Sorgen gemacht. Doch jetzt nach fast einem Jahr bin ich eigentlich wieder ganz zuversichtlich, der Impfstoff ist da und es ist nur eine Frage der Zeit bis mind. 70% der Menschen geimpft sind und die Pandemie als beendet erklärt wird. 





Die Serie "Quarantined" von Simple Stories passt perfekt für diese Zeit. Die Pandemie ist noch nicht vorbei und ich bin gespannt, ob noch mehr Scrapbookfirmen Materialien in dieser Art auf den Markt bringen werden. Dani Peuss jedenfalls hat aktuell schöne Stempel zum Thema herausgebracht, die sogar auf Deutsch sind. Mir ist es ja egal, ob die Sprüche auf Deutsch oder Englisch sind, ich bin ja mehrsprachig aufgewachsen und spreche neben Deutsch noch Niederländisch, Englisch und Norwegisch. Dänisch und Schwedisch verstehe ich gut.





Die Fotos habe ich thematisch zusammengefasst, die Fotos sind also nicht in der richtigen Reihenfolge. Die erste Seite widmet sich dem Thema Klopapier. Bevor der Lockdown angekündigt wurde, gab es auf der ganzen Welt eine Knappheit des Klopapiers, viele haben darüber Witze gemacht...auch ich fand es damals echt lustig. Im Supermarkt musste ich dann auch ein Foto vom fast leer geräumten Regal machen. 





Die restlichen Fotos zeigen unser Leben daheim im Lockdown und das Leben kurz nach dem ersten Lockdown. Für mich und mein Mann war anfangs Home Office angesagt und für meine Jungs gab es Homeschooling. Da auch die Restaurants geschlossen hatten, machte wir es uns abends richtig gemütlich. Ich habe jeden Tag gekocht und meine beiden Jungs waren in der Küche fleißige Helfer. Gebacken habe ich kaum, da Mehl und Hefe auch Mangelware waren.



Vor der Maskenpflicht habe ich bereits meine erste Masken selbst genäht. Mittlerweile habe ich alle selbstgenähten Masken durch professionelle dreilagige Stoffmasken ersetzt. Damals ging ich noch davon aus, dass eine solche Maske eine vorübergehende Maßnahme sein würde...haha...jetzt wissen wir es alle besser, die Masken werden uns noch lange begleiten! Die Maskenpflicht wurde im April durchgesetzt, erst nur in den Supermärkten und in den Öffis, später nach dem harten Lockdown auch in den Schwimmbädern, Cafés, Restaurants, Bars und sogar auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Straßen, aber sobald man im Restaurant oder Café am Platz saß, durfte man die Maske abnehmen.




Die sogenannten AHA-Regeln wurden im Laufe des Jahres 2020 eingeführt: Abstand-Hygiene-Alltagsmaske. An diese Regeln müssen wir uns im Jahr 2021 weiterhin halten und ich empfinde sie auch als richtig. Die Abstandsregel gefällt mir persönlich am Besten, ich empfinde diese Distanz zu fremden Menschen als sehr angenehm. Das kann gerne von mir aus so bleiben. So rückt einem keiner mehr auf die Pelle an der Kasse. Und auch das Händeschütteln vermisse ich nicht, da ich nie wissen kann, ob sich die Menschen auch vorher die Hände gewaschen haben. So werden auch weniger Keime verbreitet. 




Nach dem ersten Lockdown gab es dann eine Zeit, die etwas angenehmer war. In den Schulen gab es Wechselunterricht und in den Sommerferien waren wir sogar dreimal im Urlaub. Man durfte wieder verreisen, auch ins Ausland! Einmal bin ich mit meinen beiden Jungs ein paar Tage nach Heiligenhafen gefahren, danach waren wir als ganze Familie in Amsterdam und Zandvoort aan Zee und am Ende der Sommerferien haben wir meine Schwiegermutter in Schwäbisch Gmünd besucht.




Nach den Sommerferien wurden die Schulen wieder komplett geöffnet, es gab jetzt die sogenannten AHA+L-Regeln: Abstand-Hygiene-Alltagsmaske + Lüften. Es wurde eine Maskenpflicht in der Schule eingeführt und die SchülerInnen wurden in Kohorten eingeteilt. Die SchülerInnen durften nur in der eigenen Klasse die Maske absetzen. Wir LehrerInnen durften das nicht, es gab aber Visiere, die uns unser Arbeitgeber zur Verfügung gestellt hat, später waren diese Visiere allerdings nicht mehr erlaubt. Auch mussten wir alle 20 Minuten die Räume 5 Minuten lüften. Kurz nach den Sommerferien war das kein Problem, draussen war es warm genug, doch nach den Herbstferien entpuppte sich diese Maßnahme als Flop, die Räume wurden eiskalt und viele SchülerInnen saßen mit Jacken an im Klassenzimmer. Natürlich wurden keine Luftreinigungsanlagen an Schulen eingebaut, stattdessen empfahl uns die Bundeskanzlerin Kniebeugen und Hampelmänner als Maßnahme gegen die Kälte. Haha! Mir persönlich wären Luftreinigungsanlagen lieber gewesen. Ich fühlte mich in dieser Zeit nicht sehr sicher an der Schule und hatte auch Angst, mich dort anzustecken. Das Lehrerzimmer habe ich sehr selten von innen gesehen. Meine Pausen habe ich alleine im Kunstraum verbracht. Wir haben unsere Konferenzen und Teamsitzungen online veranstaltet.



In dieser Zeit zwischen den Herbstferien und vor den Weihnachtsferien gab es zahlreiche Fälle an meiner Schule, einige Klassen und auch einzelne SchülerInnen wurden in Quarantäne geschickt. Auch ich hatte in dieser Zeit leichte Symptome, daher habe ich mich auch zweimal testen lassen. Beim ersten Mal war ich im Corona-Testzentrum in Hamburg, der zweite Test erfolgte dann an der Schule. Beide Mal wurde ich negativ getestet! Was für eine Erleichterung!



Mit dem Foto des Corona-Testzentrums endet auch mein Mini Book! Jetzt befinden wir uns im zweiten harten Lockdown und die Schulen werden in Hamburg voraussichtlich erst Anfang Februar wieder geöffnet werden, aber ich werde diese Zeit nicht verscrappen. Ich habe erstmal genug von dem Thema und hoffe, dass ich als Lehrerin bald geimpft werde und dass die Pandemie dann auch bald für uns alle vorbei ist.